Hydrosystem selber bauen

Deine Schritt-für-Schritt-Anleitung


Für eine einfache Hydrokultur

Ich werde dir folgend eine einfache Hydrokultur-Anleitung mit bestellbaren Artikeln beschreiben, welche du ohne Probleme nachbauen kannst. Jede einzelne Komponente habe ich selbst getestet und für gut befunden.

Schritt 1 – Wähle Deine Pflanze

 

Möchtest du Kräuter ausprobieren, versuche es mit Basilikum oder Minze. Das ist die leichteste Stufe. Ansonsten kannst du eine Vielzahl an Kräutern unkompliziert anbauen. Fällt deine Wahl auf diese Kräuter, hast du die besten Chancen und die leichteste Umsetzung vor dir.

Direkt zum Kräuter-Sortiment

Möchtest du Gemüse anbauen, versuche es mit Tomaten, grüne Bohnen oder Gurken. Diese Pflanzen sähst du am besten im März oder April. Ab Mai können sie dann ins Hydrosystem überführt werden.

Brokkoli, Spinat, Salat und Karotten kannst du jeweils Ende Februar sowie Ende August aussähen.

Direkt zum 12-Arten-Salat

Möchtest du Obst anbauen, versuche es mit Erdbeeren. Aussaht ist wie beim konventionellen Gärtnern, meistens im Frühjahr besonders gut umzusetzen.
Ein weiteres, sehr interessantes, Obst für die Hydrokultur ist die Wassermelone. Sie lässt sich vergleichsweise leichter im warmem Innenraum ziehen.

Direkt zu den Erdbeer-Samen

Schritt 2 – Samen aussähen

Eine Hydrokultur sollte immer mit Jungpflanzen gestartet werden. Die meisten Sämlinge können nicht in grobkörnigen anorganischen Substraten auskeimen. Daher müssen Samen in Watte, Erde oder Mineralwolle auskeimen um die ersten Wurzeln bilden zu können. Wenn du eine Vielzahl von Sämlingen auskeimen möchtest, empfehle ich dir das kleine Gewächshaus. Die Mini-Gewächshäuser sind nicht teuer und halten eine optimale Luftfeuchte ohne Schimmelbildung.

Direkt zum Gewächshaus

Wenn du nur 1-3 Samen aussähen willst, kannst du das auch klassisch machen:

Man feuchtet ein Tuch an und umschließt damit die Samen. Dann wird das Tuch auf einen kleinen Teller gelegt. Diesen Teller deckt man mit einem anderen Teller zu. So, dass es wie ein UFO ausieht. Dann stellt man es an einen möglichst warmen Standort (über 20°C). Nach 2 bis 5 Tagen sollte sich der Keim entwickeln. Die einzelnen Keime überführt man in Minitöpfe mit Substrat (z. B. Erde) und lässt sie dort eine weitere Woche wachsen.

Schritt 3 – Das Haupt-Equipment

Substrat

blaehtonDann werden die Jungpfpanzen in das Hydrokultursystem überführt. Je nach Topfgröße und Pflanzenart können mehrere Samen in einen Topf. Denn das Substrat enthält durch den Hydrokulturdünger überall gleich viel Nährstoffe. Das Wurzelsystem muss sich also nicht sonderlich ausbreiten um an spezielle Nährstoffe zu kommen. Dieses Hydrokultur-System besteht aus einem Netztopf in dem sich anorganisches Substrat befindet (meist körniger Blähton). Aber auch anderes Gestein wird genommen wie Kies, Basalt oder Perlite.
Möchtest du lieber  Perlite, 50 L (1-Klick)
Blähtonkugeln sind in verschiedenen Größen von einigen wenigen Millimetern bis 3 Zentimetern erhältlich. Blähton speichert das Wasser und Nährstoffe am längsten und kann jahrzehnte-lang ohne Probleme immer wieder benutzt werden. Man kann es außerdem im Backofen bei 200 °C sterilisieren.

Direkt zum Blähton

Netztopf

Netztöpfe sind in verschiedenen Größen zu erhalten. Die erste Zahl steht für die Breite und die zweite Zahl steht für die Höhe des Netztopfs. Werden die Pflanzen einzeln gehalten, werden die Töpfe dann in Übertöpfe gegeben. Diese Übertöpfe können einfache Übertöpfe sein. Dann benötigst du gute Wasserstandsanzeiger, welche bis unten reichen und den spontanen Wasserstand anzeigen.

Wasserstandsanzeiger 19cm, Hydrokultur

Der Blähton sollte ins Wasser ragen. Die Pflanzenwurzeln aber nicht, weil sie Sauerstoff benötigen.  Es sollte auf Qualität und Lebensmittelechtheit geachtet werden. Oft werden auch Sets angeboten.

Direkt zum Netztopf

Komplettes Set

Dieses Set ist vom Topfdurchmesser von 11,5 cm (6,49 €) bis zu einem Topfdurchmesser von 25 cm (25,99 €) bestellbar. Es beinhaltet alle zertifizierten Bestandteile um mit der Hydrokultur sofort an zu fangen. Es ist perfekt für die Anzucht vorbereitet, der Blähton ist nach RAL geprüft und Langzeitdünger ist auch enthalten.

Direkt zum kompletten Set

 

 

Schritt 4 – Hydrokulturdünger

Flüssiger Hydrokulturdünger

Bevor jedoch die Pflanze in die Hydrokultur gegeben wird, muss das Wichtigste beachtet werden. Die Nährflüssigkeit. Sie ist der ausschlaggebende Punkt beim Anbau der Pflanzen. Es darf kein normaler Pflanzendünger hinzugefügt werden. Denn dieser enthält nicht diejenigen Komponenten, welche sich bereits in großer Menge in Blumenerde befinden (Spurenelemente). Da es keine Erde gibt, sollte ein spezieller Hydro-Dünger eingesetzt werden. Auch sollte auf Qualität geachtet werden.

Direkt zum Hydrokulturdünger

 

170px-Self-watering-container

Die Anleitungen von flüssigen anorganischen Hydrokulturdünger befinden sich bei allen Produkten auf den Verpackungen. Grundsätzlich müssen nur einige Milliliter von den gekauften Hydrokulturdüngern in einem Liter überführt werden.

Fester Hydrokulturdünger mit Langzeitwirkung

Es gibt noch eine zusätzliche Möglichkeit. Feste Dünger, welche als Ionenaustausch-Granulat bezeichnet werden. Diese gibt es in Granulat- oder Tablettenform. Wenn du dich nicht mit der Versorgung der Pflanzen beschäftigen willst, nutze diese Vorratsdünger. Sie sind super einfach in der Handhabung. Bei Zugabe von üblichem Leitungswasser wird das Ionenaustauscher Granulat aktiviert. Es nimmt dann natürlich enthaltene Salze auf und gibt im Tausch beladene Nährsalze ab. Die Salze lösen sich über einen langen Zeitraum auf. So, dass die Nährstoffkonzentration im Gleichgewicht bleibt.

Das Kunstharz fungiert nicht nur als Träger für die Nährsalze. Es ist zusätzlich ein Puffer um den pH-Wert stabil zu halten. Es löst sich nicht auf, sondern lässt nur verbrauchtes Kunstharz-Granulat zurück.

Das bekannteste Ionenaustauscher-Granulat ist das „LEWATIT HD 50“.

Direkt zum Hydrokulturdünger-Granulat

 

 

 

 

 

Schritt 5 – Bedingungen einstellen

Weitere Kulturbedingungen sollten dem Bedarf der Pflanze entsprechen. Dazu zählen Temperatur, Licht und Qualität des Wassers. Solltet ihr die Gefäße in der Wohnung an einem Fenster halten, erübrigen sich schon mal die Kontrolle der Temperatur und des Lichts; außer im Winter. Wenn ihr eurem Leitungswasser nicht traut, benutzt es nicht. Spuren von Schwermetallen (wegen z. B. Kupfer-Rohren) oder auch schon leicht-gechlortes Wasser lassen die Pflanzen leiden. Auch Regenwasser ist ohne Filtrierung nicht für die Hydrokultur zu gebrauchen. Je Salzärmer das Wasser ist (< 8dH), desto sicherer ist es.

Die Übertöpfe sollten 1 Mal im Monat ausgespült werden. Es könnten sich nämlich Salze ablagern, welche das Nährstoffgleichgewicht in der Lösung stören. Wenn ihr erfolgreich seid, kann das Ergebnis so aussehen. Die Art der Wurzeln hat sich verändert. Es gibt nun klar differenzierte, dickere Wasserwurzeln und viele, feine Luftwurzeln.

Abbildung: Wurzelsystem einer aeroponischen Pflanzenkultur

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