Hydrokulturdünger

Hydrokulturdünger sind spezielle Pflanzendünger, welche für die Kultivierung für hydroponische Systeme benutzt werden.

Sie sind  um die Pflanzen im künstlichen Umfeld zu schützen und mit allen Nährstoffen zu versorgen.
Die Zusammensetzung von Hydrokulturdünger unterscheidet sich von konventionellem Dünger. Pflanzen, welche in Erdböden kultiviert werden, benötigen keinen umfangreichen Hydrokulturdünger.

Gründe dafür sind:

  1. Böden fonktionieren wie Puffer für das pH-Gleichgewicht. Sie sind eine Art Kationenaustauscher und halten so den pH-Wert aufrecht.
  2. Böden sind von Natur aus voll mit Mikronährstoffe/Spurenelemente. Bei Topfflanzen sind Zugaben von Mikronährstofffen deshalb nicht erforderlich.

Anorganische Dünger

Zum optimalen Wachstum brauchen Pflanzen essentielle Makronährstoffe wie: Stickstoff, Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium, Schwefel.
Und sie benötigen essentielle Mikronährstoffe wie Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Bor, Molybdän, Nickel, Chlorid, Aluminium, Silizium und Titan.
Des Weiteren sind Spurenelemente wie Cobalt, Natrium, Vanadium, Lithium bei bestimmten Pflanzen von Vorteil.

Jeder Dünger für die Hydroponik ist ein Volldünger, bei dem alle genannten Nährstoffe zugegeben werden. Deswegen wurden seit 60 Jahren unterschiedliche Formeln und Ansätze entwickelt und ständig optimiert (siehe mein Wikipedia-Artikel „Hydrokulturdünger„).
Alle pulverförmigen anorganischen Hydrokulturdüngern werden oft in mehreren Komponenten geliefert. Diese müssen vorher vorschriftsgemäß angesetzt werden. Der pH muss eingestellt werden. Dafür sind Waagen, Löffel und Mixer notwendig. Von dieser Stammlösung werden dann als Vorratsbehälter benutzt. Mit Dosierungssystemen werden dann kleine definierte Volumina in das Hydrokultursystem gegeben. Dies wird eher bei großen Hydroponik-Anlagen benutzt.

 

Ionenaustauscher Granulat

Ionenaustauscher sind feste Spezialdünger für die langzeitige Nährstoffversorgung in einer Hydrokultur. Diese versorgen die Pflanze mit einer einmaligen Düngung über mehrere Monate. Sie bestehen aus Kunstharz-Granulaten, welche mit Salzen (Nitrate, Phosphate und Kaliumsalzen) beladen sind. Außerdem enthalten sie auch die notwendigen Mikronährstoffe. Zur Anwendung siehe Anleitungen zum selber bauen.

 

Organische Dünger

Organische Düngemittel werden in großen industriellen Hydroponik-Anlagen benutzt. Denn bei Massenproduktione ist anorganischer Dünger zu teurer.

Organische Dünger sind:

Tiermehl, Asche von Pflanzen oder Tierknochen, Dung von Masttieren und industrielle Pflanzenabfälle.

Der ausschließliche Einsatz von organischem Dünger hat jedoch einige Nachteile:

  1. Tierdung variiert in der chemischen Zusammensetzung bei unterschiedlicher Ernährung der Tiere.
  2. Schlecht verarbeiteter organischer Dünger kann eine Quelle für verschiedene Pflanzenkrankheiten sein.
  3. Organischer Dünger ist oft schwer zu verarbeiten, aufgrund der unterschiedlichen Konsistenz und Größe.
  4. Organische Dünger können starke Gerüche abgeben.

Wenn organischer Dünger verwendet wird, ist eine vorherige Verarbeitung sinnvoll (z. B. durch Zerkleinern, Sterilisieren, Homogenisieren usw.).

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